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- Graphic Design , Editorial Design

The Future of Reading

Vom 30. November bis 1. Dezember findet die 2. Fure-Konferenz in Münster statt. Wir sprachen mit den Initiatoren Rüdiger Quass von Deyen, Patrick Marc Sommer sowie Lars C. Grabbe über die Zukunft des Lesens, ihren Antrieb sowie über das spannende Programm.

 

Schon die Fure 2017 war ein voller Erfolg – was habt Ihr persönlich aus dieser ersten Durchführung mitgenommen?

Rüdiger: Für mich hat sich die Idee bestätigt, eine Plattform für den Multimedialen Austausch zu schaffen. Niemand sollte sich in der analogen oder digitalen Ecke sehen, am Ende können wir nur voneinander lernen, wenn wir diesen kontinuierlich diesen Austausch suchen. Es geht wirklich nicht um Print oder Digital. Wir lernen gerade erst mit all den Mengen an Informationen und der Vielfalt der möglichen Kanäle umzugehen. Uns Designern schreibe auch ich dabei eher eine experimentelle Rolle zu. Keiner trompetet momentan in den Raum und ruft: Ich weiß, wie es geht …

Rüdiger Quass von Deyen, Foto: Michel Olivier

 

Die Zukunft des Lesens ist ein Thema, das viele Gestalter umtreibt. Die reinen Zahlen sprechen für die digitale Welt, andere sprechen von einer Renaissance des Gedruckten. Wie seht Ihr das?

Patrick: Ich bin selbst ein starker Print Liebhaber und lese Magazine, Bücher etc. am Liebsten auf Papier. Unterschiedliche Materialien und dessen Haptik sind etwas sehr großartiges auf das ich nicht verzichten möchte. Ich glaube nicht, dass hochwertige Drucksachen und Bücher aussterben werden. Bei E-Books liegt der Anteil an den Umsätzen im Buchmarkt nur bei um die fünf Prozent. Zeitungen und kurzlebige Printprodukte dagegen können von mir aus gerne komplett Digital werden. Beides hat seine Berechtigung je nach Verwendungszweck.  

Rüdiger: Wir dürfen beim Hype um die Veränderungen nicht die demografische Struktur unserer Gesellschaft vergessen. Wir sollten beim Blick auf Nutzergruppen schon genau hinschauen für wen wir welche Botschaft, in welchem Kanal präsentieren. Noch haben alle Kanäle ihre Berechtigung.

 

Lars: Letztlich sieht die Medientheorie Analoges und Digitales als zwei Seiten ein und derselben Medaille an, nicht als sich widersprechende Phänomene. Letztlich wird es also darum gehen, wie Analoges und Digitales zukünftig in einen produktiven Austausch gebracht werden. Für mich geht es daher um kreative Verbindungen von Text und Bild, historisch gesehen also denjenigen Medien, die für sich genommen das Digitale und Analoge medial repräsentieren.

 

 

Patrick Marc Sommer, Foto: Daniel Kuhlmann, itsalrightma.de

 

Was erwartet die Teilnehmer der diesjährigen Fure?

Patrick: Diesmal findet die Konferenz an zwei Tagen statt. Der erste Tag (FURE am 30.11.) ist ähnlich wie letztes Jahr also Vorträge rund um die Zukunft des Lesens. Bei uns geht es weniger um reine Portfolio-Vorträge, sondern vor allem um Inhalte vom digitalen Lesen, Ebooks bis hin zu Lesen auf Papier und Interfaces. Es wird etwa 10 Vorträge je Tag, also ingesamt rund 20 Vorträge geben. Dazwischen immer wieder Pausen um mit anderen Teilnehmern ins Gespräch zu kommen. Abends wird es auch einen kleinen Ausklang und Bier geben. Dieses Jahr gibt es einen Inklusions-Schwerpunkt mit mehreren Vorträgen hierzu. Der zweite Tag (FUREplus am 1.12.) wird ein wissenschaftlicher Medientheorie-Tag werden, kuratiert von Lars Grabbe.

Lars: Wir sind überglücklich, dass so viele ausgewiesene Experten aus der Medientheorie als Redner kommen werden, so haben wir Forscher aus Kanada, Schweden, Portugal und Deutschland für unser Thema begeistern können. Auch Andrew McLuhan, Enkel des berühmten Marshall McLuhan, wird einen Vortrag halten und ebenso Derrick de Kerckhove, der 25 Jahre Direktor des McLuhan Program in Culture and Technology der University of Toronto war.

Lars C. Grabbe

 

Und welche Erwartungen habt Ihr an die Konferenz?

Patrick: Großartige Vorträge und wie letzen Jahr einen erfolgreichen Austausch zwischen Teilnehmern und Sprechern. Und natürlich Kollegen und Freunde zu treffen!

Rüdiger: Erfahrungsaustausch aus der Praxis. Science meets Design. Aus allen Perspektiven zu hören wie sich wie und was entwickeln kann, wird ... könnte?

 

Lars: Ich verspreche mir neue Impulse für die Erforschung medialer Phänomene und einen produktiven Austausch unter Fachkollegen, Freunden und Gästen.


Die 2. Fure Konferenz findet vom 30. November bis 1. Dezember statt – weitere Informationen zum spannenden Programm unter: www.futureofreading.de

Ein paar wenige Early-Bird-Tickets sind noch erhältlich unter: www.eventbrite.de/e/2-fure-konferenz-the-future-of-reading-tickets-47507026796