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- Illustration , Graphic Design

Pssssst!

Olivier 2Shy hat seine kreativen Wurzeln in der Pariser Sprayer-Szene – mit dieser Information lässt sich dann auch sein Künstlername leicht erklären …

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Dabei absolvierte der Illustrator mit polnischen Wurzeln zunächst eine Ausbildung zum Schildermaler und wurde 1992 in der Pariser Graffiti-Szene aktiv. »Vier Jahre lang arbeitete ich tagsüber in einer Werbeagentur … nachts malte ich Graffitis auf Züge«, erzählt uns Olivier 2Shy. Nach einigen Jahren in Lüttich in Belgien – ein eher ungewollter Umzug aufgrund seiner nicht ganz legalen Sprayeraktivitäten – gründete er dort die Gruppe Partyharders, ein Kollektiv von Grafikdesignern und Organisatoren von Elektromusik-Partys. Hier entstanden die ersten seiner Flyer, die seinen schon damals unverkennbaren Strich trugen, und auch eine Ausstellung gab einen richtungsweisenden Schub.

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Nach seiner Rückkehr nach Paris startete er schließlich seine Karriere als freiberuflicher Illustrator – immer noch mit der Liebe zu großflächigen Wandgemälden, die jedoch inzwischen als Auftragsarbeiten entstehen. »Ich arbeite aber auch viel mit Stoffen und Keramik«, so Olivier, der seinen Stil selbst als »ein klein bisschen kindisch in Kombination mit geometrischen Mustern« beschreibt. Doch groß, größer, am größten ist und bleibt seine Passion, wenngleich das durchaus auch überfordern kann: »Ich erinnere mich an ein Projekt für das Center in Kiew zur Fußball-EM 2012 … hier sollte ich eine riesige Fläche von 15 mal 18 Meter bespielen. Es war meine erste Wandmalerei in dieser Dimension … so groß und so hoch – ich bin ja noch nie mit einem Aufzugkorb in eine solche Höhe aufgestiegen, da hatte ich schon weiche Knie! Hinzu kam, dass der Lenker des Trucks kein Wort Englisch konnte und ich natürlich kein Wort Ukrainisch! Aber letztlich ging alles gut und das Resultat war wirklich fantastisch!«

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Nach dieser Geschichte zweifelt man ja doch ein wenig daran, ob Olivier tatsächlich so scheu ist, wie sein Künstlername Glauben schenken möchte, und auch seine geplanten Projekte klingen alles andere als schüchtern: »Ich möchte mit meinen Freunden von ›Mon Colonel et Spit‹ eine Schule in Brüssel dekorieren. Außerdem schwebt mir noch vor, in die Türkei an die syrische Grenze zu reisen, um eine Wand zu bemalen und den Kindern vor Ort Workshops anzubieten.« Mit seinen energiegeladenen, fröhlichen Sujets ist Sujkowski sicherlich an jedem Platz der Welt willkommen …
 
www.2shywashere.com



 
Dieses Interview erschien erstmals in unserer novum-Ausgabe 08.18. Sie wollen mehr ungewöhnliche Designer entdecken? Einzelhefte unter: https://novum.graphics/magazin/shop-abo/

 

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