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Papiermuseum

- Print & Production , Graphic Design

Papier macht Geschichte(n)

Welche Rolle spielt Papier im digitalen Zeitalter noch? Welche Geschichten verbindet man mit diesem Werkstoff? Wie wird Papier hergestellt und was kann Papier alles? Diese und zahlreiche weitere Fragen beantwortet das Papiermuseum Düren, das nun mit einem spektakulären Neubau und inhaltlicher Überarbeitung glänzt.

Mit der formalen wie inhaltlichen Neuausrichtung des Papiermuseums macht Düren ein wichtiges Thema seiner Stadtgeschichte, aber auch der Gegenwart in dieser Papierstadt neu erlebbar. Von der Technikgeschichte über Papierverarbeitung und -vielfalt bis zu Papierkunst und Zukunftsthemen wie Nachhaltigkeit informiert es umfassend über den ganz besonderen Werkstoff.

Für die Gestaltung des neuen Papiermuseums und seiner Dauerausstellung zeichnen der mehrfach prämierte Kölner Architekt Klaus Hollenbeck und sein Team verantwortlich: Die architektonischen Schwerpunkte liegen im modernen Anbau, einer attraktiven Außenfassade, die Bestand und Neubau miteinander verbindet und die Anmutung eines ganz neuen Museums verleiht, sowie einer neuen Raumkonzeption. Dabei präsentiert sich die Dauerausstellung gestalterisch vollständig überarbeitet und neustrukturiert. Die gesamte Fläche wird durch den Einbau eines zweiten Geschosses von 500 qm auf 900 qm vergrößert und ein optimaler Rundgang für die Ausstellungsdramaturgie geschaffen.

Bei der Gestaltung nimmt der Architekt das Thema des Museums auf: die weiße, spitz zulaufende Fassade erinnert an gefaltetes Papier und ist mit einem historischen Wasserzeichenmotiv versehen. Der Schriftzug »Papiermuseum« in lateinischen Buchstaben und in Braille-Schrift ist in die Außenwand geprägt. Im Inneren des Museums erinnern schräge Wände und spitze Winkel ebenfalls an gefaltetes Papier.

Auch konzeptionell wird das Thema Papier im Museum vollkommen neu in Szene gesetzt – informativ und emotional: Fünf zentrale Einheiten präsentieren den Werkstoff mit den unterschiedlichen Schwerpunkten Geschichten, Wertschöpfung, Visionen, Ordnung und Künste. So zeigt der Ausstellungsbereich »Geschichten« nicht nur die wichtigsten Schritte in der Entwicklung des Papiers, sondern lässt auch Menschen, die einen besonderen Bezug zum Papier haben, durch Filmsequenzen zu Wort kommen. Die Abteilung »Wertschöpfung« präsentiert die verschiedenen Materialien, die für die Produktion von Papier wichtig sind, und zeigt anhand von Produktionen aus Düren, wo uns Papier im Alltag begegnet. In der Abteilung »Visionen« wird der Blick in die Gegenwart und Zukunft gerichtet.
Der Bereich »Ordnung« dokumentiert schließlich, welche Bedeutung Papier in der Entwicklung unserer zivilisierten Kommunikationsgesellschaft hatte und hat. In der interaktiven Gegenüberstellung von wertvollen Originalen und klassischen Medien mit der digitalen Welt können dieBesucher diesen Wandel selbst miterleben. Darüber hinaus präsentiert eine Sonderausstellungsfläche Werke aus den Sammlungen des Papiermuseums und des Leopold-Hoesch-Museums. Zur Eröffnung sind hier unter anderem Arbeiten von Günther Uecker und der Norwegerin Gjertrud Hals zu sehen.



Eine Woche lang, vom 9. bis 16. September, feiert Düren die Neueröffnung des Museums mit zahlreichen Veranstaltungen und Angeboten bei kostenlosem Eintritt.


www.papiermuseum-dueren.de