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Creative Paper Conference 2018

- Print & Production , Graphic Design

Ein Interview zur Creative Paper Conference 2018

Die Designplattform Design made in Germany interviewte kürzlich das Team der Creative Paper Conference zur kommenden Konferenz am 25. und 26. Oktober in München (www.creative-paper.de). Und natürlich stand es gerne Rede und Antwort …

Das CPC-Team: Christian Meier, Bettina Schulz, Christine Moosmann, Dominic Brighton (bis 2017 im Team)

Was (und wer) erwartet uns alles auf der Konferenz?

Wie gehabt, beruht die Konferenz auf zwei Säulen: In unserem großen Ausstellungsbereich finden sich über dreißig größere und kleinere Unternehmen aus dem Papier-, Druck- und Veredelungsbereich, die ihre Innovationen präsentieren und unsere Besucher beraten. Parallel dazu gibt es neun Vorträge von Kreativen mit unterschiedlichen Schwerpunkten sowie einen Pecha-Kucha-Block. Mit dabei sind in diesem Jahr das Studio Mut, moodley, Herr und Frau Rio, Lorenz Boegli, Holger Windfuhr (Art Director, FAZ), das Studio Oeding, das Atelier522, Bob Design sowie die Type Jockeys – von Editorial über Packaging bis hin zu Typografie und Druck ist die Mischung also sehr vielfältig.

Gibt es einen Schwerpunkt dieses Jahr?

Das Motto lautet in diesem Jahr »Analoge Revolution« – auch, weil es derzeit wirklich viele neue, sehr spannende Entwicklungen im Druck- und Veredelungsbereich gibt. Dabei beschäftigt sich die CPC natürlich schon auch mit der veränderten Wahrnehmung in der Gesellschaft, mit dem Leseverhalten oder dem Umgang mit Verpackungen. Auch für uns ist die Konferenz immer wieder eine Inspirationsquelle, bei der uns – obwohl wir ohnehin viele Neuheiten auf den Tisch bekommen – viele Innovationen begegnen. Was aber noch wichtiger ist: Im Austausch auf der Konferenz mit anderen Kreativen formen sich oft schon neue Ideen, wie man das eine oder andere Material selbst einsetzen könnte. 

Die Neuheiten von Römerturm gibt es auch dieses Jahr zum Anfassen nah …

Auf was freut Ihr Euch besonders?

Auf die Aussteller und Gäste gleichermaßen: Inzwischen ist es ja fast schon ein »Familientreffen« – die Atmosphäre ist unglaublich kommunikativ und die Mischung aus Vertretern von Marketing und Industrie sowie Designern und Agenturmitarbeitern lassen immer neue Netzwerke entstehen. Wenn wir im Anschluss Rückmeldungen bekommen, welche Projekte aus Gesprächen während der CPC zustande kamen, freut uns das unglaublich und bestätigt das Konzept, genug Freiräume und ein gutes Catering anzubieten … das trägt einfach zu einer angenehmen Stimmung bei.
Und auch die Aussteller kommen nicht einfach mit ihrem »Standard-Messestand«, sondern entwickeln exklusiv für die CPC  immer sehr individuelle Auftritte und Angebote. Es ist auch nach so vielen Jahren schön zu erleben, wie alle Beteiligten von der großen Leidenschaft für Papier getragen werden und zwei Tage lang pure Kreativität in der Luft liegt.

Auch die reizvollen Sorten von Fedrigoni können entdeckt werden.

 

Wer sollte die Veranstaltung auf keinen Fall verpassen?

Jeder, der in irgendeiner Form kreativ ist und / oder kommuniziert. Ob Marketing, Design, Verlag oder Verpackungsindustrie – die Möglichkeiten, über haptische und optische Reize gezielte Botschaften zu vermitteln, sind spannender als je zuvor.

Reflex wird mit einem Stand vor Ort sein … 

 

Was ist das Besondere an der Creative Paper Conference?

Von  Besuchern kommt immer wieder die Rückmeldung, dass die Atmosphäre einzigartig ist und sie sich rundum umsorgt gefühlt haben. Von den Ausstellern hören wir wiederum, dass bei uns das Publikum unglaublich interessiert ist und spannende Allianzen auch untereinander entstehen. Ich glaube, es ist die Mischung aus Information, Inspiration und letztlich auch das ohnehin emotionale Thema Papier, die unseren Teilnehmern sowohl Benefit bringt, als auch Spaß macht. Und auch in diesem Jahr werden uns wieder viele ehemalige Sprecher besuchen … das sagt doch einiges aus.

Der Hersteller Mondi hat einige Highlights im Gepäck für die CPC 2018

 

Wo seht Ihr das Medium Papier in der Zukunft?

Wir glauben wirklich, dass es seine Rolle zunehmend gefunden hat. Nach den fast schon panischen Jahren aufgrund der digitalen Welle folgte eine Art Trotzphase, die keinem weitergeholfen hat. Ständig wurde Digital und Analog verglichen, anstatt beides einfach als zwei unterschiedliche Kanäle zu werten und zu nutzen.
Auch wenn man von Print lebt, muss man nüchtern analysieren, dass es nicht mehr überall seine Daseinsberechtigung hat. Dafür haben sich andere Chancen aufgetan, die es zu nutzen gilt: Das, was gedruckt wird, ist heute meist wertiger. Es wird bewusster eingesetzt, nicht selten perfekt inszeniert und macht auch aufmerksamer gegenüber Dingen, die früher weniger beachtet wurden. Verpackungen sind beispielsweise um ein Vielfaches attraktiver geworden: Hier können Papier und Veredelung noch eine Wertigkeit zum Ausdruck bringen und die Marke unterstützen, was online kaum möglich ist.
Außerdem möchte der Mensch von Geburt an Dinge anfassen – dieser Instinkt wird auch in der digitalen Welt nicht verloren gehen. Und: Papier hat zwar nicht mehr diese nahezu alleinige Machtposition in der Kommunikation, aber es ist – schenkt man diversen Umfragen Glauben – nach wie vor das Medium mit der höchsten Glaubwürdigkeit. 

 

Das Interview führte Patrick Marc Sommer.

Packaging wird nicht fehlen – Zanders präsentiert diesbezüglich spannende Sorten

 

Die Creative Paper Conference wurde 2006 vom Team der novum ins Leben gerufen – aus Leidenschaft für Papier, Druck und Veredelung, aber auch dafür, Menschen zusammenzubringen, die sich unbedingt kennenlernen sollten. Ein Plan, der aufging: Die kommunikative Atmosphäre begeistert auch das Organisationsteam alle zwei Jahre aufs Neue.

Die kommende CPC findet am 25. und 26. Oktober in München statt - Tickets und Programm unter: www.creative-paper.de