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- Photography

Die visuelle Aktivistin Zanele Muholi

Bis 13. Mai sind im Luma Westbau in Zürich die großartige Fotografien von Zanele Muholi zu bestaunen. Eine Künstlerin, die starke Statements visuell verfasst.

 

Zanele Muholi (geb. Umlazi, Durban, 1972) dokumentiert seit über zehn Jahren das Leben von schwarzen Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Intersexuellen und Transgender-Personen in südafrikanischen Townships. In ihrer ersten institutionellen Soloschau im Luma Westbau in Zürich zeigt Muholi im Luma Westbau eine umfassende Auswahl aus drei verschiedenen fortlaufenden Bildserien: »Faces and Phases«, »Brave Beauties« und »Somnyama Ngonyama« (»Sei gegrüßt, dunkle Löwin«). Daneben umfasst die Ausstellung Vorführungen der Dokumentarfilme »We Live in Fear« (2013) und »Ayanda and Nhlanhla’s Wedding« (2013) sowie einen dokumentarischen Bereich für die Multimedia-Internetplattform Inkanyiso (Zulu für »der das Licht bringt«, inkanyiso.org/), die Muholi 2009 initiierte, um eine visuelle Geschichte der LGBTQI-Communitys zu begründen.

 

In ihrer ersten institutionellen Soloschau im Luma Westbau in Zürich zeigt Muholi im Luma Westbau eine umfassende Auswahl aus drei verschiedenen fortlaufenden Bildserien: »Faces and Phases«, »Brave Beauties« und »Somnyama Ngonyama« (»Sei gegrüßt, dunkle Löwin«). Daneben umfasst die Ausstellung Vorführungen der Dokumentarfilme »We Live in Fear« (2013) und »Ayanda and Nhlanhla’s Wedding« (2013) sowie einen dokumentarischen Bereich für die Multimedia-Internetplattform Inkanyiso (Zulu für »der das Licht bringt«, inkanyiso.org/), die Muholi 2009 initiierte, um eine visuelle Geschichte der LGBTQI-Communitys zu begründen.

 

»Somnyama Ngonyama« ist dabei Muholis neueste Serie von Selbstporträts und bedeutet einen radikalen neuen Schritt im Oeuvre der Künstlerin. Hier richtet Muholi die Kamera auf sich selbst und fängt mit ausdrucksstarken Posen und Beleuchtung experimentierend ihre verschiedenen Rollen als schwarze lesbische Frau in kontraststarken Schwarzweiß-Tonwerten ein. Die Fotografien entstanden in verschiedenen Städten in Europa, den USA, Asien und Afrika an spontan gewählten Locations mit alltäglichen Requisiten als Referenz an Südafrikas politische Geschichte und Gegenwart und an Ereignisse im Leben der Künstlerin selbst.

 

Muholi merkt zu Somnyama Ngonyama an: »Ich habe mit verschiedenen Charakteren und Archetypen experimentiert und die performative und expressive Sprache des Theaters eingesetzt, um mich in stark stilisierter Form darzustellen. Das schwarze Gesicht und seine Details rücken in den Fokus und zwingen die Betrachtenden ihr Verlangen zu hinterfragen, die Bilder meiner schwarzen Gestalt anzuschauen. Indem ich den dunklen Ton meiner Haut überbetone, reklamiere ich mein Schwarz-Sein wieder für mich, welches – nach meinem Empfinden – ständig von privilegierten Anderen zur Schau getragen wird.«


 

Ihre eindrucksvollen Arbeiten, die im vergangenen Herbst auch im Amsterdamer Stedelijk Museum zu sehen waren, sollte man unbedingt in Augenschein nehmen …

www.westbau.com

Alle Abbildungen: © Zanele Muholi. Courtesy Stevenson, Cape Town/Johannesburg & Yancey Richardson, New York