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- Corporate Design , Packaging

Cold Brew: Mehr als kalter Kaffee

Seit einigen Jahren zählt »Cold Brew« zu den In-Varianten der Kaffeewelt: Grob gemahlene Bohnen werden hierbei zunächst in raumtemperiertem Wasser aufgelöst und bis zu 24 Stunden stehen gelassen. Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten – über das erfrischende Erscheinungsbild für den Cold Brew der Traditionsrösterei J. Hornig von Branded eher nicht …

 

Für die neue Produktlinie erschuf das siebenköpfige Team von Branded nicht nur das passende Packaging, sondern einen komplett neuen Look. »Wichtig war unserem Kunden, dass sich das Getränk optisch gut in das bestehende Kaffeesortiment einreiht, aber trotzdem ein klares Statement setzt – Cold Brew ist kein Eiskaffee! Cold Brew ist aber auch mehr als ›bloß kalter Kaffee‹«, so Patrick Musil, Mitgründer des Grazer Studios mit zwei weiteren Büros in Wien und Kapstadt, das sich eher als Designkollektiv sieht, innerhalb dessen jeder seine persönlichen Freiräume hat.

 

Für den Cold Brew von J. Hornig standen gleich zu Beginn grundsätzliche Überlegungen an, denn der Lebensmittelmarkt unterliegt bekanntlich zahlreichen Bestimmungen. Um den Inhalt zu schützen und zugleich den Bezug zum Produkt bestmöglich herzustellen, suchten die Kreativen schließlich schwarze, blickdichte Flaschen aus. »Für ein perfektes Finishing fiel die Wahl dann auf Keramikdruck in Weiß. So konnte reichlich Kontrast erzeugt werden, ohne zusätzlichen Kunststoff für ein Label einzusetzen.« Dieser Aspekt dürfte auch dem Kunden gefallen haben, schließlich macht man sich bei J. Hornig – ebenso wie bei Branded – schon länger für eine nachhaltige Verpackungsproduktion stark.

 

Ganz so clean durfte es allerdings dann nicht werden: Als erster Player am österreichischen Kaffeemarkt in Sachen Cold Brew ist das Produkt doch noch ein wenig erklärungsbedürftig. »Wir arbeiteten auf der Rückseite im Rahmen des Storytelling mit klar positionierten Texten sowie eigens entwickelten Icons, welche die Besonderheit, die Herkunft sowie die Verzehr-Empfehlungen des Produktes klar kommunizieren«, erläutert Musil, der seinen Arbeitsplatz zwischendurch gerne auch nach Kapstadt oder Hamburg verlegt. Alles in allem entstand somit ein sehr atmosphärischer Auftritt, der eine neue Art des Kaffeegenusses minimalistisch und sehr modern präsentiert. »Wir hinterfragen bei all unseren Projekten gerne eingerostete Abläufe und Strukturen, auch weil gerade hinsichtlich Nachhaltigkeit unserer Meinung nach dem Designer eine wertvolle Aufgabe zukommt –? eine ethisch beratende, richtungsweisende Funktion«, davon ist Patrick Musil überzeugt. Und dieser ökologische Ansatz ist gerade bei einem so natürlichen Produkt wie Kaffee eigentlich auch naheliegend …

http://www.wearebranded.at/

Dieser Beitrag erschien erstmals in unserer novum-Augabe 07.18 im novum+ »Tea & Coffee«. Einzelhefte unter: https://novum.graphics/magazin/shop-abo/

 

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