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Marko Zink

- Photography

M 48° 15' 24.13" N, 14° 30' 6.31" E

Marko Zink ist ein Meister der analogen Fotografie. Mit seinem aktuellsten Projekt dokumentierte er sensibel und mit seinen ganz eigenen Mitteln einen der düstersten Ort der Geschichte und ermöglicht damit eine neue Perspektive gegen das Vergessen.

Marko Zink
»Die Ansicht«

 

Im Konzentrationslager Mauthausen und seinen Außenlagern sind zwischen 1938 und 1945 mindestens 90.000 Menschen zu Tode gekommen. Wie nähert man sich als Fotograf diesem Ort, wenn man nicht dokumentieren und auch nicht interpretieren, sondern dem Betrachter einen Perspektivwechsel ermöglichen möchte? Marko Zink greift zum Mittel der Irritation und diese wird zunächst durch die Art der Fotografie erzeugt: Der Kreative bearbeitet seine Filme, ehe er sie belichtet. Er kocht oder stanzt sie, behandelt sie mit Chlor oder Tintentod und bannt erst dann mit diesem filigranen Filmmaterial sorgsam ausgewählte Perspektiven.

Marko Zink
»Auslöschung (1)«

 

Anstoß dieses ungewöhnlichen wie eindringlichen Projekt war eine erschreckende Wahrnehmung des Fotografen: »Der Gedenkort Mauthausen ist für viele Besucherinnen und Besucher heute eine Sightseeing-Location. Selfies inklusive.« Und so versucht Zink mit fotografischen Mitteln dem Ort seine Würde zurückzugeben. Sein Ziel ist es, ein zweifaches Verschwinden sichtbar zu machen: die Auslöschung von Menschen und die Tilgung von Erinnerung.

 

 

Mario Zink
»Der Blick ins Nichts«


Ihm gelang bei diesem Projekt durch die spezielle Anmutung seiner Bilder zudem der Spagat, die Vergangenheit mit dem Heute zu verbinden: Der heutige Ist-Zustand wird durch die übersetzende Optik in jene grausame Zeit transportiert. So zeigt Marko Zink beispielsweise einen Raum, in dem 500 Häftlinge untergebracht waren – ein Raster aus 500 Einzelaufnahmen mit jeweils leicht verschobener Perspektive steht symbolhaft für 500 Augenpaare, die hier einst durch das Fenster sahen: »Der Blick ins Nichts.«

Marko Zink
»Die Wiederholung (1)«

 

»Die Arbeiten von Marko Zink haben einen enormen Wert für uns, da seine Bilder die KZ-Gedenkstätte Mauthausen aus einem ganz neuen Blickwinkel zeigen. Und das ist es auch was wir mit unseren Vermittlungsprogrammen erreichen möchten. Die Besucher sollen über ihre individuellen Wahrnehmungen selbständig Bezüge herstellen und ihren eigenen Zugang zu diesem Ort finden«, erklärt Barbara Glück, Direktorin der KZ-Gedenkstätte Mauthausen (http://tiny.cc/Ausstellung-Zink), wo die Ausstellung noch bis zum 31. Oktober zu sehen sein wird.
Darüber hinaus kann ein kleiner Ausschnitt des eindrucksvollen Projekts »M 48° 15' 24.13" N, 14° 30' 6.31" E« bis 2. März in der Galerie Michaela Stock (www.galerie-stock.net) in Augenschein genommen werden.

 

 https://www.markozink.com/