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- Typography

1.768 birthday letters

An der Hochschule Niederrhein sind bei einem – insbesondere für das erste Semester – erstaunlichen Projekt 68 Schriften anlässlich des Bauhausjubiläums entstanden. Alle Studierenden erhielten in einer Typografieklasse die Aufgabe, auf experimentelle Weise die Themen »Bauhaus und Schriftgestaltung« zu koppeln, wofür ihnen jeweils eine herausragende Bauhaus-Persönlichkeit zugewiesen wurde.

 

 

Bauhaus trifft Schriftgestaltung

Gunta Stölzl, Marianne Brandt, Anni Albers, László Moholy-Nagy, Marcel Breuer, Lyonel Feininger: Das waren die Vorbilder, nach welche die Schriften entwickelt werden sollten. Die titelgebenden »1.768 birthday letters« sind die Gesamtsumme gestalteter Buchstaben, die die 68 Studenten à 26 Zeichen im Alphabet entwickelten – und dies mit höchster Varianz.

Anwendung durch Zitate

Aus den Gesamtenwürfen wurden zum Sommersemester schließlich 23 ausgewählt, die einzelne Kleingruppen noch weiter perfektionierten, um die Schriften vollständig zu digitalisieren und als Reminiszenz an die Bauhaus-Ära allen Interessierten zur kostenfreien Nutzung zur Verfügung zu stellen.

Um die Schriftbilder darzustellen, verwendeten die Projektgruppen berühmte Zitate der Bauhaus-Persönlichkeiten, die ihnen zugewiesen worden waren. »Wenn ein Werk aus Fäden gemacht ist, hält man es für Handwerk; wenn es auf Papier ist, gilt es als Kunst«, ziert die Anni Albers nachempfundene Schrift etwa den Bogen. Auf diese Weise gelingt auch ein inhaltlicher Spannungsbogen jenseits von »The quick brown fox jumps over the lazy dog«. 

 

 

László Moholy-Nagy bis Lyonel Feininger

Auch zu den Biografien der einzelnen Protagonisten haben die Studierenden Details erarbeitet, die Einblick geben in konkrete Inspirationsquellen. Eine grobe, kontrastreiche Schrift, angelehnt an Lyonel Feininger, ist etwa basiert auf dessen zwölf Holzschnitten, welche von ihm im Weimarer Bauhaus veröffentlicht worden waren – sie stellen demnach die ersten grafischen Drucke der berühmten Schule dar, bevor man die Druckmaschine für kommerzielle Zwecke nutzte.

 

Über László Moholy-Nagy erfährt man, dass sein starker Konstruktivismus Gestaltungsgrundlage für die von ihm angeregte Schrift war – er hatte in seinen Designarbeiten stets mit den Grundfarben, prägenden Formen, und ungewöhnlichen Materialien vorlieb genommen.

 

 

Zum Download-Link

Das Schriften-Paket »dkr-bh100« beinhaltet alle 23 Schriften, die gratis über folgenden Link abrufbar sind. Eine ausführliche Type-Specimen mit nützlichen Informationen zu den Schriften ist ebenfalls enthalten.

 

Zum Fachbereich Design der Hochschule am Niederrhein.

 

Alle Fotos von Camille Köhler.

Am Gesamtkonzept beteiligt waren die Studierenden Mostafa Ashraf Mostafa, Kai Banasch, Stina Bick Fuertes, Lara Deissmann, Helin Erceylan, André Johanns, Jerome Kamp, Johanna Köstlin, Arabella Kuhn, Tra Mi Nguyen, Angelika Schittek, Nikolaos Theodoropoulos, Laura von Rebenstock, Kathrin Wenger, Jil Zander, Anne Clemens, Karoline Delger, Malina Hülsmann, Silvio Jedynak, Jan Kersten, Sofie Kienzle, Vanessa Pietzka, Maxim Schleicher, Helena von der Forst, Alex Zemelka, Jessica Bayerlein, Melina Haase, Michaela Hommen, Hanna Marie Kaddik, Nele Konstanty, Kathrin Pastwa, Tanja Paulsen, Jacqueline Schneider, Maamon Alramadan, Linus Bock, Uljana Butusow, Joshua Ebel, Stephan Fabry, Viktor Gertken, Ann Christine Gierkes, Samuel Heinbach, Anita Krenn, Nils Knell, Christopher Linnemann, Atussah Lutze, Cherin Mohr, Ellen Müller, Annika Strehlau, Jana Tillmanns, Lena Ullrich, Laura Wilmsen, Antonia Diehlmann, Lisa Eppers, Alexander Fröhlich, Luisa Jansen, Lisa Kanyukova, Rabea Marquardt, Mitsuru Toki, Nicole Bosquet, Linh Hoang, Birk Hoffmann, Yllka Hulaj, Lisa Kaysers, Annika Klumpen, Nadia Natale, Hans Seeger, Jessica Willner und Saif Zainalabdeen.

 

Entstanden ist das Projekt unter Anleitung der Lehrenden Prof. Nora Gummert-Hauser, Guido Schneider und Jens Könen.