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- Print & Production

Beisner Druck: Drucken auf Naturpapier

Brillanter Druck auf Naturpapieren ist nicht immer ganz so leicht zu realisieren. Für unser novum-Cover der Ausgabe 03.19 vertrauten wir auf das Beisner-Natur-Plus-Verfahren. Wie dieser Prozess abläuft, wollten wir im Gespräch mit Geschäftsführer Helge Beisner erfahren …

 

Beisner Druck wurde 1924 gegründet – was waren die Meilensteine des Unternehmens?


Richtig. Wir sind ein echtes Familienunternehmen. Mein Urgroßvater gründete das Unternehmen 1924 im heutigen Hamburger Szenetreff, dem Schanzenviertel. Heute ist unser Standort in Buchholz in der Nordheide. Das liegt südlich der Stadt, im sogenannten Hamburger »Speckgürtel«. Ich leite den Betrieb zusammen mit meinem Bruder Hauke und unserem Vater Dieter. Neben dem klassischen Bogen-Offsetdruck und den stetigen Erweiterungen des Portfolios in Maschinengrößen und deren Anzahl stiegen wir schon 2006 in den Bereich Digitaldruck ein. 2014 folgte dann die Investition in die neue LE-Offset-Technologie. 2016 kam eine 8-Farben-Maschine mit Wendeeinheit hinzu. Die letzte Neuigkeit aus diesem Jahr ist eine Erweiterung im Bereich der digitalen Lackveredelung.

 

Ein großer Sprung in die Jetztzeit: Der LE-Offsetdruck ist vielen bereits ein Begriff. Was verbirgt sich aber hinter dem Beisner-Natur-Plus-Verfahren?


Das ist mein Lieblingsthema und super spannend. Beisner-Natur-Plus ist ein von uns entwickelter Workflow, den wir nutzen, um bei Produktionen auf Naturpapier eine Farbbrillanz, Schärfe und Tiefe zu erreichen, als wäre das Produkt auf gestrichenem Material gedruckt.
Aber noch mal ganz von vorne. Jetzt wird es etwas technisch: Für eine perfekte Bildgebung nutzt der Kenner bisher immer ein gestrichenes, ein sogenanntes Bilderdruckpapier. Dieses hat eine wahlweise matte oder glänzende, geschlossene Oberfläche. Der Nachteil dieser Papiere ist, dass der Strich auf dem Material das haptische Erlebnis vermissen lässt. Verzichtet man auf den Strich und wählt ein ungestrichenes Naturpapier, versinkt die Farbe im Bedruckstoff und damit verliert das Bild seine Leuchtkraft, Schärfe und Tiefe. Bisher! Denn mit Beisner-Natur-Plus machen wir die Darstellung eines erweiterten Farbraums auf Naturpapieren möglich und erreichen unglaubliche Ergebnisse. Die moderne und innovative Technologie macht es möglich. Denn die Farbe trocknet nicht im Material, sondern auf der Oberfläche – und das sofort! Beisner-Natur-Plus ist unsere Marke für höchste Farbbrillanz, bestechende Schärfe und maximale Tiefe bei Naturpapierproduktionen.

 

Wie viele Farben können hier in einem Druckdurchgang verwendet werden?

 

Die Maschine hat sechs Farbwerke und ein Lackwerk.
   
Welchen prozentualen Anteil nimmt bei Ihnen die Beratung ein? Wird es eher mehr oder weniger?

 

Das ist eine schwierige Frage. Ich würde aber sagen, dass die Wertigkeit der bei uns produzierten Drucksachen zunimmt. Mit der Erweiterung der Veredelungsmöglichkeiten im Unternehmen geht einher, dass wir immer früher in die Entwicklungsprozesse einbezogen werden. Die Kunden nutzen das Know-how unserer Berater schon zu Beginn ihrer Ideenfindung. Somit würde ich sagen: Ja, die Beratung wird auf jeden Fall intensiver und anspruchsvoller.

 

Interview: Bettina Schulz

 

https://www.beisner-druck.de/

 

Von den brillanten Farben können Sie sich mit unserer novum 03.19 selbst ein Bild machen – Einzelhefte unter: https://novum.graphics/magazin/shop-abo/

 

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