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European Design Awards & Element Talks 2019

Nach Wien, Porto und Oslo in den vergangenen Kalenderjahren haben die European Design Awards 2019 ihren Anker in der polnischen Hauptstadt ausgeworfen, um mit einer erneut hochkarätigen Jury von Bord zu gehen, die sich bewährtermaßen aus einem Verbund europäischer Fachmagazine zusammensetzt. Für die Einreichung gelten vergleichsweise niedrigen Anmeldegebühren, so dass die Preise neben den renommierten Agenturen vielfach von kleineren Designbüros und Jungdesignern mit nach Hause genommen werden, wie heuer etwa Gewinner aus Armenien oder der Ukraine bewiesen.

Was die Vergabe der European Design Awards in Warschau so facettenreich gestaltete, war ihre Einbettung in ein maximal austariertes Festivalprogramm aus Vorträgen, Ausstellungen, Interaktion und Workshops. Dafür hatten sich die Veranstalter der Konferenzreihe Element Talks mit dem kulturaffinen Adam Mickiewicz Institut und deren hauseigenen Designabteilung zusammengetan, dessen bald 20jährige Mission als staatliche Einrichtung es ist, polnische Kultur in den Bereichen Literatur, Bildende Kunst, Musik, Mode, Film und eben Design zu fördern.

Als größte Designkonferenz Polens lud Element Talks zum sechsten Mal namhafte internationale Speaker wie Sascha Lobe / Pentagram, Mr. Bingo, Erik Kessels, Studio Dumbar oder Carly Ayres ein, und vervollständigte das Programm unter dem Titel »PORTFOLIO IS DEAD« mit einem Löwenanteil nicht minder talentierter, polnischer Kreativer (Blürbstudio, Mateusz Machalski, Emilka Bojaczyk / Podpunkt, Superskrypt, Joanna Skorupska / Radicalzz Studio, uvm.)

Daneben wiesen die Veranstalter auf extraordinäre, teils eigens formierte Ausstellungen hin, allen voraus die »123 Polish Posters you don’t want to miss« im Warschauer Plakatmuseum, das auf dem Gelände des Königsschlosses Wilanów zu finden ist und noch bis zum 30. Juni 2019 Plakatklassiker des letzten Jahrhunderts zeigt; vertreten durch Grafikkoryphäen wie Franciszek Starowieyski, Wojciech Zamecznik, Franciszek Starowieyski, Maciej Urbaniec oder Mieczysaw Wasilewski.

Zeitgenössischer geht es im PkiN zu, dem Kultur- und Wissenschaftspalast im Zentrum der Stadt, der nicht nur durch seinen sozialistisch-klassizistischen Baustil auffällt, sondern auch mit Kunstsammlungen vielseitiger Disziplinen aufwartet. Neben Graduation Projects finden sich in »Print Control« ausgezeichnete Druckerzeugnisse polnischer Grafiker, die jährlich von Magdalena Heliasz kuratiert und zu einem hochwertigen Katalog zusammengefasst werden. Nur eine Halle weiter kann die größte monografische Ausstellung über Karol Sliwka besichtigt werden, der als ikonischer, autodidaktischer Grafikdesigner mit über 400 Logos den polnischen Alltag prägte wie kein anderer. Im letzten Jahr verstarb er hochbetagt, war aber gemeinsam mit Kreativdirektor Patryk Hartziej noch am Konzept der Ausstellung beteiligt.

Insgesamt manifestierten die Veranstalter und alle Kooperationspartner die immense Gastfreundschaft Warschaus genauso wie eine gestalterische, inhaltliche Präzision in ihrem breitgefächerten Angebot zum Erbe und Potential des polnischen Grafikdesigns.

 

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