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Kafka

- Graphic Design , Typography

Graphic meets opera

Es ist eine grausame Geschichte, die Kafka 1914 zu Papier brachte: »In der Strafkolonie«. So grausam, als dass bei der ersten Lesung – glaubt man den Gerüchten – einige Zuhörer in Ohnmacht fielen. 

Kafka

Ein angesehener Forschungsreisender besucht hierin eine abgelegene Insel, die als Strafkolonie fungiert und wird eingeladen, einer Exekution beizuwohnen. Diese wird wiederum von einem Roboter ausgeführt, der auf recht brachiale Art und Weise zu Werke geht …

Kafka

Philip Glass vertonte diese unter die Haut gehende Geschichte – für eine Aufführung entwickelte das griechische Designstudio eine typografische Szenografie: »Wir haben uns dazu entschlossen, die Maschine und ihre Funktion aus Kafkas Text zu kreieren – die Passagen der verschiedenen Beschreibungen wurden so in ein kreisförmiges Gitter gesetzt. Durch die Animation umkreist dieser Text sein Opfer, kriecht auf ihn zu und legt sich schließlich über es. Ein Font-Schwarm, also …«.

 

Im Video wird diese gelungene Umsetzung deutlich:

https://vimeo.com/204024696

 

 

Kafka

Die schiere Unmöglichkeit, das Wirken der grausamen Tötungsmaschine physisch darzustellen, wurde auf diese Weise so faszinierend wie perfekt aufgelöst. Man mag sich also wundern, warum grafische Lösungen nicht öfter Einzug in die Theaterwelt halten, um dynamische Prozesse oder aber »Unspielbares« visuell darzustellen.


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